Die Hamburger Ministry Group beherbergt Deutschlands familienfreundlichste Werbeagentur. Dies besagt eine breit angelegte Studie von Territory Embrace und dem Gruner+Jahr-Magazin Eltern. Untersucht wurden dabei Aspekte wie Karriere in Teilzeit, Elternzeit und Homeoffice nach Bedarf.

Als Gruppe gehöre Ministry zu den 99 familienfreundlichsten Unternehmen Deutschlands. Ihre Werbeagentur zwhy sei sogar die familienfreundlichste ihrer Art. Zur Ministry Group gehört neben zwhy auch ein Softwarehaus, eine Bewegtbildproduktion, eine Social Media und PR-Agentur sowie ein Dienstleister für digitale Transformation.

Der Anspruch, gute Eltern zu sein

„Ich weiß selber nicht genau, wie wir zu diesem familienfreundlichen Unternehmen geworden sind“, sagt Andreas Ollmann, Geschäftsführer der Ministry Group. „Wir hatten da keinen besonderen Plan. Aber vielleicht hilft es, dass wir vier Inhaber selber Väter von insgesamt zehn Kindern sind. Und wir uns nicht über 80-Stunden-Wochen definieren möchten. Wir haben den Anspruch, gute Väter zu sein. Daraus ergeben sich auch für unsere Mitarbeiter Vorteile, die woanders vielleicht als anstrengend empfunden werden.“

Punkten konnte die Gruppe mit ihrem besonders familienfreundlichen Arbeitsumfeld, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und flexiblen Arbeitszeiten – alles Folgen der seit Jahren gelebten New Work-Kultur, die mittlerweile ein Markenzeichen des Hamburger Unternehmens geworden ist.

Dies sowie das komplett cloudbasierte Arbeitsumfeld ermöglichen beispielsweise spontanes Homeoffice für den Fall, dass der Nachwuchs krank zu Hause bleiben muss. „Da meine Kinder mittlerweile etwas größer sind, ist es für mich heute aber wichtiger, nach Absprache mit meinem Team einfach mal zu einer Musikaufführung meiner Jungs zu gehen“, so Ollmann.

Karriere in Teilzeit

Sebastian Keil ist Geschäftsführer von AntTrail. Die Social Media und PR-Agentur betreut verschiedene Künstler und Unternehmen. Er arbeitet seit fünf Jahren in Teilzeit, um sich nachmittags um seine beiden Kinder zu kümmern, während seine Frau in Vollzeit angestellt ist.

„Mir wurde hier nie das Gefühl gegeben, als wäre das, was ich mache, nicht genug. Wichtig ist, was am Ende aus den geleisteten Stunden gemacht wird. Grundsätzlich kann bei uns jeder sein individuelles Teilzeit-System so gestalten, wie er es benötigt. Das ist zwar in manchen Fällen schwieriger als in anderen, dennoch wir haben sogar Projektmanager, die davon Gebrauch machen”, so der 44-Jährige.

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